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Interessantes in Kurzform aus dem Berchtesgadener Land mit Rupertiwinkel - dem Südosten Bayerns

Der Stadel im Haarmoos – er scheint zu brennen ….

Immer und immer wieder „spielt“ das Haarmos mit der „Sonne“.  Ob Sonnenaufgang – so wie heute früh – oder Sonnenuntergang: das immer wieder je nach Jahreszeit aus den Himmelsrichtungen Ost, Süd oder West einfallend-wechselnde Licht der aufgehend- oder untergehenden Sonne setzt sich dramatisch auf die für das Haarmoos so charakteristischen Stadel.
Die ehedem zum Erzstift Salzburg gehörenden Flächen des Haarmoos (Huisee genannt) machte Erzbischof Hieronymus Coloredo 1772–1774 durch Entwässerungsmaßnahmen urbar, um landwirtschaftlich nutzbare Fläche zu gewinnen. Dafür vertiefte er den einzigen Abfluss des Sees, den Schinderbach, um zwei Klafter (ca. 1,75 m). Um 1900 wollte man den Abtsee nochmals um 80 bis 100 cm abzusenken, scheiterte hiermit jedoch an der Ablehnung der Laufener Bürger.

Solebrunnen und Gradierhaus im kgl. Kurgarten Bad Reichenhall

Vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst – vom frühen Morgen bis in den späten Abend - für Erholung und Heilung Suchende - der kgl. Kurgarten Bad Reichenhall steht mit Solebrunnen und Gradierhaus für alle offen. … Gleichsam für Leib und Seele - die Eindrücke des Gartens und die gesundende Wirkung der gradierten Sole...

Den Gesundheitswert der an den Weißdornbüscheln fein zerstäubten Sole entdecken im 19. Jahrhundert in der Gradierung Beschäftigte, die viel weniger als andere Arbeiter an Atemwegserkrankungen leiden. (Gradieren bedeutet: Der in den Bad Reichenhaller Quellen geförderten Sole durch das Zerstäuben Wasser entziehen, um bei der folgenden Versiedung Heizmaterial zu sparen.) Ab 1846 nutzen darauf die Kurgäste des Bades Achselmannstein das benachbarte Gradierhaus als Freiluftinhalatorium.

Das Ramsauer Kircherl

Beinahe liebevoll das „Ramsauer Kircherl“ genannt steht das dem Hl. Sebastian geweihte Gotteshaus (erbaut 1512 vom Berchtesgadener Probst Gregor Rainer) vor der malerisch-mächtigen Kulisse der Reiter Alpe an der ehemaligen Salzstraße, die von Berchtesgaden hinauf auf den Hirschbichlpass und hinüber in den österreichischen Pinzgau führte.
Die Salzsäumer mit ihrer wertvollen Fracht nutzten über Jahrhunderte den beschwerlichen Weg und heute gilt eine Wanderung „auf den Spuren der Salzsäumer“ durch das Klausbachtal als der Inbegriff des Erlebnisses „Nationalpark Berchtesgaden“.

Almabtrieb von der Mordau - Ramsau

Die mächtigen, schon verschneiten Gipfel der Berchtesgadener Alpen geben das sichtbare Zeichen: Es wird Zeit, die Tiere von den Almen wieder ins Tal zu bringen.
Von der Mordau in der Gemeinde Ramsau treibt Anja - die Sennerin des Hinterkeilhoflehens - auf dem 3 ½ -stündigen Weg mit den sie tatkräftig unterstützenden Helfern und Helferinnen den für Mensch und Tier anstrengenden Weg zuerst hinab auf die Queralpenstraße, dann hinauf aufs Hochschwarzeck und weiter wieder hinunter nach Bischofswiesen. Da den Sommer über weder auf der Alm noch zu Haus im heimischen Hof ein Unglücks- oder gar Todesfall zu beklagen war, tragen die Tiere stolz ihren herrlichen, in aufwendiger Arbeit in den letzten Wochen vor dem Almabtrieb gefertigten Kopfschmuck, die Fuikln.

Die Schützenwallfahrt in Sachrang zur "Müllner-Peter-Kapelle"

„Der Müllner Peter (Peter Huber) von Sachrang“ - viele Geschichten ranken sich um diesen  Mann, der zwar als Müller seinen Lebensunterhalt verdiente, aber vor allem als begnadeter Musiker, Heilkundler für Mensch und Tier und politisch stark Engagierter das Leben in und um Sachrang Ende 18. Anfang 19. Jh. prägte. Seiner starken Religiosität verdankt es Sachrang, in der Gemeinde Aschau im Priental gelegen, eine weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Wallfahrt zur Ölbergkapelle erleben zu dürfen. Der Müllner Peter rettete nach dem frühen Unfalltod seiner Frau Maria die vom Verfall bedrohte Kapelle durch seinen persönlichen und finanziellen Einsatz. Es lebte so die Tradition der seit der Erbauung der Kapelle im 17. Jh. bestehenden Wallfahrt wieder auf, die dann aber nach dem Tode des Peter Huber abebbte, um jetzt wieder seit 1972 als Bayerisch-Tiroler Wallfahrt alljährlich am 3. Sonntag im September begangen zu werden.

Die Herbstzeitlosen strecken ihre Lilablütenblätter in den weiß-blau-bayerischen Himmel

Der Herbst kündigt sich nicht nur im Kalender an, sondern er zeigt sich in seiner typischen Vegetation. Auf dem großen, weitgehend der Natur überlassenen Gebiet vor dem herrlichen Ensemble des ehemaligen Augustinerchorherrnstift Höglwörth (Berchtesgadener Land – Rupertiwinkel) recken sich im strahlenden Lila leuchtend die filigranen Kelchblätter der Herbstzeitlose in den Himmel.

Bei ihrer Schönheit könnte man leicht vergessen, dass es sich um eine äußerst giftige Pflanze handelt. Im Herbst blüht sie - beinahe wie ein Krokus aussehend – und bildet im darauffolgenden Frühjahr/Frühsommer ihre Laublätter mit der die Samen tragenden Kapselfrucht.

Steinmandl – Wegweiser, Kunstobjekt und Kraftort

Auf Wanderungen am Wegesrand und besonders in Weggabelungen und Abzweigungen, aber auch in Flußbetten und an ganz besonderen Orten zu finden – die Steinmandl. Ein solches aufzustellen, bedarf es einiger Geschicklichkeit.
Das für den Wanderer als Orientierung gedachte Steinmandl weist den Weg in einem Gelände, in dem sich Wegweiser nur schwerlich aufzustellen lassen. Nach Möglichkeit legt der Wanderer wiederum einen Stein dazu.
Die in der freien Natur, oft in einem Flussbett gebauten Steinmandl stehen als Naturkunst, die sich die Natur wieder zurückholen wird, die aber in ihrem Bauen Ruhe und Entspannung bis hin zur Meditation bringen.

Wander- und Radlziel für Jedermann – der Frillensee in der Gemeinde Inzell

 

Von Adlgaß aus (Gemeinde Inzell -(Chiemgau) oder über den Teisenberg von Anger aus (Berchtesgadener Land / Rupertiwinkel) – der Frillensee lohnt als Wander- und Radlziel. Vollkommen unverbaut führt der Rundweg an den Ufern entlang und lädt mit Rastplätzen ein zur verdienten Brotzeit.
Als der kälteste See Mitteleuropas – er liegt in 922 m Höhe an den Nordhängen des Zwiesel – friert er meist schon Ende November zu und sein den ganzen Winter über beständiges Eis ermöglichte vor dem Bau des ersten Kunsteisstadions der Welt in Inzell Eisschnelllaufsport auf Natureis - Bau des ersten Stadions 1963 und mit dem Abriss und Neubau 2011 jetzt das modernste Kunsteisstadion der Welt.

Das Haarmoos - ein Erlebnis für Herz und Seele

Nach dem Abschmelzen der letzten Eiszeit vor etwa 10 000 Jahren bedeckte ein flacher See das Gebiet und mit dem Einwachsen von Schilf, Seggen und Binsen begann die allmähliche Verlandung. Der an das Gebiet angrenzende Abtsdorfer See blieb als eine tiefe „Schürfwunde“ des abschmelzenden Gletschers zurück und zeugt von der eisigkalten Zeit.
Heute führen für den Wanderer und Radler freigegebene Feldwege durch die feuchten Wiesenflächen.  Diese Flächen beherbergen viele auf der Roten Liste Bayerns stehende bodenbrütende Vogelarten und eine vielfältige Flora mit zahlreichen seltenen und geschützten Arten.

Nicht nur in Lüneburg blüht die Heide

Das Schönramer Filz (Schönramer Moor) in der Gemeinde Petting/Rupertiwinkel: Im „Hochsommer“ August herrscht hier die Farbe Lila! Über und über blüht die Heide. Besonders reizvoll der Kontrast vom Lila des Heidekrauts und dem Tiefblau des Moorsees.
Die 3,4 km lange, bestens beschilderte Wanderung führt bei einer Gehzeit von ungefähr 1,5 Stunden durch die verschiedenen Zonen der Renaturierung und bietet im Sommer mit Abschnitten im kühlen Wald und dem teilweise sehr warmen freien Gelände eine besonders auch für Familien lohnenswerte Runde.

Der Brunnen "Maria Immaculata" in der Marktstraße von Teisendorf

In der Marktstraße von Teisendorf leuchten im Lichte der aufgehenden Morgensonne die herrlichen, im Inn-Salzachstil errichteten farbenfrohen Fassaden der Straße in das erwachende, rege Leben des Tages hinein.

Der Marienbrunnen: Nach der aufwendigen Sanierung der Marktstraße 2002/2003 fand der Brunnen „Maria Immaculata“ von den vielen, bei einem Wettbewerb eingereichten Vorschlägen heimischer Künstler den Zuschlag der Bevölkerung und des Gemeinderates zur Errichtung an dieser historischen Stelle. Ein noch bestehender Brunnen – ebenfalls aus Achthaler Guss und gleich dem historischen, 1859 in Teisendorf errichteten und 1931 abgerissene Brunnen – lieferte für den erneuten Guss die Form.

Die Länderbrücke in Laufen

Der wegen immer wiederkehrender, verheerender Hochwässer der Salzach notwendig gewordene Neubau der Brücke - Oberndorf (österreichisch) und Laufen (bayerisch) verbindend - liest sich in seiner Baugeschichte beinahe wie ein „Wettbewerb“ der beiden Orte. Mal hatte der Eine, dann wieder der Andere einen Vorsprung in seinem Bauabschnitt. Jedoch zogen alle „an einem Strang“ und es feierten schon am 2. Juni 1903 nach nur 18-monatiger Bauzeit gemeinsam die Oberndorfer drüben und die Laufener hüben die Einweihung des so herrlich gelungenen Bauwerks.

Anger hoch oben auf dem Fels

Auf einem langgestreckten Felsrücken aus Nagelfluh (Konglomerat-Gestein) liegt weithin sichtbar das von König Ludwig I bei seinem Besuch 1841 als „das schönste Dorf in seinem Königreich“ bezeichnete Anger (Berchtesgadener Land – Rupertiwinkel).
In sog. Traditionsbüchern taucht dieser Ort unter dem Namen „Ellanburgkirchen" bereits im 10. Jh. mehrmals in Tauschverträgen der edlen Frau (später Nonne) Ellanpurg im Gebiet um den Högl und am Högl auf.
Der „Dorfanger“ von heute: Umgeben von schmucken, eng aneinander liegenden Häusern behielt er im Inneren seine unverbaute, in dieser Art wohl als einmalig zu bezeichnende Form mit der herrlich-golden leuchtenden Mariensäule als der Mittelpunkt des Ortes und der Gemeinde.

Blumenschmuck im Rupertiwinkel - Geheimnis der Schönheit

Die Frage nach dem Geheimnis des wunderschön-üppig gedeihenden Blumenschmuckes im Rupertiwinkel: Es findet sich wohl keine für allgemein gültige Antwort. Der geduckte Baustil der Häuser des Rupertiwinkels übt sicher Einfluss auf das gute Wachsen und Gedeihen aus. Breite Vordächer und als Baumaterial viel Holz lässt ein vorzügliches Klima entstehen, begünstigt durch meist gemäßigte Witterung. Wichtig auch die richtige Sortenwahl für den jeweiligen Standort, die Verwendung von guter Blumenerde und vor allem die regelmäßige Versorgung mit Wasser und Dünger und dazu eine „handvoll Liebe“, die täglich sich um die Blumen kümmert.

Rupertiwinkel - Teisendorf:
Panorama über Teisendorf Richtung Högl, Untersberg und Hochstaufen mit riesigem Kreuz

Mehrere Bänke laden oben auf dem Schelmberg hoch über Teisendorf ein, sich Zeit zu nehmen an dem riesigen, hier 1946 aufgestellten monumentalen Kreuz mit den aus Eisen gegossenen Figuren (Korpus Jesu drei und Marienstatue vier Zentner schwer). Hinaus schauen in das herrliche Land „vor den Bergen“ mit dem markanten Gebirgsstock des Untersberges, dem Fuderheuberg und dem Hochstaufen…. Ursprünglich befanden sich die Figuren des Kreuzes nach der Mission 1846 an der südlichen Mauer der Pfarrkirche St. Andreas, bis sie hier oben ihren „alles überschauenden Platz“ fanden.

100 Jahre Salzburger Festspiele
Sommer 2020


100 Jahre „Jedermann“ – das Spiel um das Sterben des „Reichen Mannes“
Hugo von Hofmannsthal hatte das Schauspiel ursprünglich für die Aufführung am 1. Dezember 1911 im Berliner Zirkus Schumann (unter der Regie von Max Reinhardt) nach dem Vorbild spätmittelalterlicher Mysterienspiele geschrieben.
Max Reinhardt holte es für die von ihm und Hofmannsthal gegründeten Festspiele nach Salzburg und bis heute kommt das Stück – wie damals bei der Premiere am 22. August 1920 als idealer Spielplatz erkannt – auf den Stufen vor der gewaltigen Kulisse des Doms zur Aufführung.

 

Die Burg von Burghausen

Direkt gegenüber auf dem Bergrücken liegt im letzten Licht des Abends herrlich beleuchtet die längste Burg der Welt – die mächtig-erhabene Burganlage von Burghausen mit den sechs Höfen und insgesamt mehr als 1 km Länge. Die tief unten zwischen den Hügeln laufende Salzach trennt als „Nasse Grenze“ seit 1816 Bayern mit Burghausen drüben und das österreichische Hochburg-Ach hüben.
Die Wurzeln der Burganlage gehen durch die außergewöhnliche Lage des Burgberges auf eine frühe Besiedelung in der Bronze- und Eisenzeit im Bereich der heutigen Hauptburg zurück; dazu kommen zahlreiche Spuren aus keltischer und römischer Zeit. Die älteste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1025.

 

Waginger See

Als der wärmste Badesee Oberbayerns gilt der Waginger See, den eine von einer Brücke überspannte Engstelle vom Tachinger See trennt.
Die letzte Eiszeit – die Würmeiszeit (das Ende der Eiszeit datiert sich auf ungefähr vor 18 000 bis 10 000 Jahren) – schürfte mit ihren aus den Zentralalpen vorstoßenden Gletscherzungen tiefe „Schürfwunden“ in die Landschaft und häufte mit ihrem Geschiebe an den Rändern sanfte Hügel, die Moränenhügel auf. Nach dem allmählichen Rückzug der Gletscher füllten sich diese Zungenbecken teilweise mit Wasser und bildeten so auch den Waginger mit Tachinger See.

Die Königsseeschifffahrt

Bis zum Jahr 1908 befördern Schiffer mit sogenannten Landauern (Flachboote mit 3 Ruderern) die damals ca 78 000 Fahrgäste pro Jahr über den See. Ab 1909 übernehmen Elektrofahrgastschiffe diese schweißtreibende Arbeit. Diese Fahrgastschiffe baut die höchstgelegene (600 m üdM), südlichste Werft Deutschlands hier an der Seelände am Königssee. Schon ab Mitte der 70er Jahre warten eigene Arbeiter die Schiffe und bauen sie um, bis dann in der hauseigenen Werft 1984 das erste Schiff, die „Funtensee“ und 1988 die „Göll“ entstehen. Alle zum Auf- und Ausbau der Schiffe benötigten Handwerksberufe finden sich in der Werft und sie alle sind bei der Schifffahrt beschäftigt.

Ausnahmslos der Umwelt zuliebe mit Elektromotoren angetrieben, befördert die bayerische Seeenschifffahrt am Königsee heute mit 18 fast baugleichen Booten in den Spitzen um die 700 000 Besucher jährlich. Fast nichts kann die feine, sauber herausgeputzte Flotte aufhalten. Einzig das Eis bringt die Schifffahrt – jedoch äußerst selten - zum Stillstand.

In der Alpenstadt Bad Reichenhall - der Pulverturm
Mehr als 700 Jahre „Alte Geschichte“ und die „Neueste Geschichte“ der Erhaltung und Vermehrung der vielfältigen Pflanzenwelt zu erleben – all das zeigt sich eindrucksvoll nach einem Spaziergang von der Altstadt Bad Reichenhalls hinauf an die alte Stadtmauer zum Pulverturm.
Der Pulverturm – eines der ältesten noch erhalten Gebäude der Stadt:
Im Jahre 1275 als Teil der mittelalterlichen Stadtmauer errichtet, die zum Schutz der Solequellen auf dem Gruttenfelsen diente und hier 20 Meter beinahe senkrecht abfällt, dürfte der Name „Pulverturm“ auf das lange Zeit in diesem Turm gelagerte Schießpulver hindeuten.
Zugleich zaubert die von der „Biosphärenregion Berchtesgadener Land“ im Zuge des Programms „Blütenvielfalt für’s Berchtesgadener Land“ den ganzen Sommer über zu bestaunende Natur und Natürlichkeit - hier mit einer für den mageren Standort passend aus einheimischen Beständen geernteten Samenmischung für einen Trockenstandort.

Die Sur mit dem "Surspeicher"
Rupertiwinkel: Die Sur – so klein und brav sie „normalerweise“  von Surberg herkommend durch die Gemeinde Teisendorf, weiter in die Gebiete von Petting, Freilassing und Saaldorf-Surheim fließt, um dann schlussendlich bei Laufen in die Salzach zu münden – sie konnte alles zerstörend zu riesigen, alles mitreißenden und überschwemmenden Wassern anschwellen. Diese Unbilden in den Griff zu bekommen, reguliert seit seiner Inbetriebnahme 1968 eine Talsperre an der Gemeindegrenze Teisendorf-Petting (zugleich Landkreisgrenze Berchtesgadener Land – Traunstein) die Sur und konnte so seitdem immer wieder größere Schäden am weiteren Verlauf des Flusses verhindern. Zudem erzeugt ein in die Talsperre eingebautes Wasserkraftwerk umweltfreundlichen Strom. Mit dem Hochwasserereignis Anfang Juni 2013 erreichte die Talsperre erstmals am 2. Juni den Vollstau.

Laufen a.d. Salzach im Rupertiwinkel - Region Bergerlebnis Berchtesgadener Land
Die Stadt Laufen zeigt sich bei einer Wanderung auf der Leopold-Kohr-Promenade am Oberndorfer Ufer in der Gänze der Salzachschleife. Besonders beeindruckend der Fluss bei hohem Wasserstand nach einem „Starkregenereignis“ in den Oberläufen der Salzach.

Den Namen „Leopold-Kohr-Promenade“ erhielt der auf österreichischer Seite auf dem Damm verlaufende Weg nach dem berühmten, 1909 in Oberndorf geborene Nationalökonom, Jurist, Staatswissenschaftler und Philosoph. Er propagierte die „Dezentralisierung sozialer Organisationen und Gruppen auf eine Größe, in der Funktion noch möglich ist, aber gleichzeitig den Mitgliedern eine Überschaubarkeit erlaubt“ (Wikipedia). 1983 erhielt er den „Alternativen Nobelpreis“ – ein Auszeichnung, die seit 1980 jährlich verliehen wird „für die Gestaltung einer besseren Welt“…..

Komet Neowise
Nur alle 5000 bis 7000 Jahre am Sternenhimmel zu sehen – und wir gehören zu den Glücklichen!
Momentan am Höhepunkt der Sichtbarkeit – auch für „ungeübte“ Sternengucker.
Vom Weltraumteleskop „Neowise“ (daher auch sein Name) erst im März diesen Jahres entdeckt, avanciert dieser Komet zum momentanen „Höhepunkt“ des sommerlichen Nachthimmels.
Für alle Nachtschwärmer: Noch bis 25. Juli geht es ab ca 22.30 Uhr los und dauert bis in die frühen Morgenstunden. Nach dem 25. Juli verschwindet er langsam wieder in die „Weiten des Alls“, um sich in ca 6000 Jahren erneut den Erdbewohnern zu zeigen.

Das Bild zeigt den Wallfahrtsort Maria Bühel bei Oberndorf im benachbarten Österreich (Nachbarstadt zu Laufen a.d. Salzach auf der Deutschen Seite).

Hochstaufen, Mittelstaufen, Zwiesel – das Land vor den Bergen
ein markanter Gipfelaufbau

Der nördlichste Gipfelaufbau des Berchtesgadener Landes und zugleich der östlichste Gipfelaufbau der Chiemgauer Alpen – als beides zugleich sind die in ihrer Formation so harmonisch wirkenden Gipfel von Hochstaufen (1.771 m), Mittelstaufen (1618 m) und Zwiesel (1.782 m) in der Geographie festgehalten. Für die Fotografen kommt zum Bergmotiv das landwirtschaftlich geprägte, schon beinahe als Parklandschaft zu bezeichnende „Land vor den Bergen“ hinzu. Vom flach-sanfthügelig, von der letzten Eiszeit (der Würmeiszeit) vor ca 18 000 Jahren  modellierten Land geht es über in die voralpinen, oft fast zur Gänze bewaldeten Hügel. Hochstaufen, Mittelstaufen und Zwiesel bilden dazu den mächtigen Hintergrund (auf dem Bild im späten, nochmal vom Schneefall in den alpinen Regionen geprägten Frühjahr – für Geübte(!) Bergsteiger zu empfehlen die komplette Überschreitung der drei Gipfel).

Eisenbahnbrücke Freilassing

Seit 1860 verbindet mit der Einweihung der Bahnstrecke München-Salzburg am 12. August die als Viadukt errichtete Eisenbahnbrücke über die Saalach die Städte Freilassing auf bayerischer mit Salzburg auf österreichischer Seite. Die Besonderheit dabei: die gesamte Bahnstrecke damals noch eingleisig – die Brücken auf der Strecke München-Salzburg aber bereits für zweigleisig ausgelegt.
Der wohl berühmteste Zug, der diese Brücke benutzte, dürfte der Orientexpress gewesen sein, der erstmals am 5. Juni 1883 von Paris in Richtung Konstantinopel (seit 1930 Istanbul) verkehrte – damals aber noch nicht durchgängig, sondern auch mit Fähr- und Schiffsverbindungen; ab 1890 dann durchgehend auf dem Landweg. Die Einstellung der durchgehenden Verbindung (der Direct Orient) zwischen Paris und Instanbul erfolgte 1977
(Quelle teilweise Wikipedia)

Salzburg - mit der Pferdeschwemme und dem Nagelfluh-Steinbruch
Der Rupertiwinkel stand Jahrhundertelang unter der Herrschaft der Erzbischöfe von Salzburg:
Hier die Pferdeschwemme in Salzburg– ein markantes und viel fotografiertes Bauwerk an der steil aufsteigenden Felswand des Mönchsberges. Erbaut in den Jahren 1695/96 unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf Thun als diente es als Schwemme (Bad) für die Pferde. Die kunstvoll mit Pferdefresken versehene Rückwand sollte die dahinter befindlichen, einfachen Gebäude verdecken. Mächtig ragt über allem die als Steinbruch (Konglomeratfels oder auch Nagelfuh genannt) für den Bau des Domes genutzte glatte Felswand auf.

Straß – Kirche (Pfarrei Thundorf) - Ainring
Der Rupertiwinkel mit seiner so typischen Bauweise der Kirchen mit Zwiebelturm – wie hier in Straß mit der Kirche St. Nikolaus (Pfarrei Thundorf / Gemeinde Ainring) und dazu der weißblaubayerische Himmel…
Das Patrozinium des Hl. Nikolaus kennzeichnet gerne Straßenorte des Mittelalters, da er als der Patron der Handlungsreisenden und Kaufleute gilt.
Eine Augenweide: Der Turm in der Ausführung mit gleich drei Zwiebeln übereinander…
Leider lässt sich über die bauliche Entwicklung dieser so schönen Kirche nicht viel berichten – es gibt nur sehr lückenhaft Unterlagen. Das heutige Aussehen erhielt die Kirche im späten 18. Jahrhundert und aus dieser Zeit stammt auch der Turm mit der baulichen Besonderheit der gleich drei Zwiebeln.

Teisendorf – Kriegerdenkmal mit herrlich blühenden Rosen
Herrlich blühende rote Rosen schmücken derzeit am „Eingang“ zum Markt Teisendorf von Osten her vor dem Friedhof die Kriegerkapelle St. Michael. Die Parkanlage und damit auch diese herrlichen Rosen pflegen das ganze Jahr über die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs. Die Kriegerkapelle - aus den in der Region des Rupertiwinkels abgebauten Nagelfluhsteinen errichtet und mit dem markant an einen Stahlhelm erinnernden Kupferdach versehen - entstand 1922 nach den Entwürfen des bekannten Teisendorfer Kunstmalers Anton Vitzthum  (1877 – 1931), der auch das große Gemälde im Inneren  erstellte – der Hl. Michael als Seelenführer mit einem sterbenden Soldaten. Die Tafeln mit den Namen der Gefallenen und Vermissten der vergangenen drei Kriege erinnern mahnend an das große Leid für das Land.

Badylon Freilassing neu nach dem Hochwasser Juni 2. Juni 2013

Heute ein bauliches Juwel inmitten der Stadt Freilassing: das neu errichtete Hallenbad Badylon mit großzügiger Sporthalle und Freizeitanlage.
Ganz anders sah es Anfang Juni 2013 aus. Das Hochwasser der Saalach überschwemmte große Teile der Stadt und das Gelände mit dem damaligen „Badylon“ mit Umfeld versank in Wasser und Schlamm. Gutachten brachten zu Tage, dass eine Renovierung des Bades nicht zielführend sein werde.
Inzwischen steht das Hallenbad Badylon auf neuestem Stand der Technik der Bevölkerung aus Nah und Fern seit der Eröffnung am 14. September 2019 zur Verfügung.